Glücksspielsucht: Was kann man dagegen tun?

Vier gelbe Würfel

Heute schreibe ich über ein Blog Thema, welches mir selbst ziemlich am Herzen liegt. Das Thema Glücksspielsucht war in meiner Familie ziemlich präsent. Mein reicher Onkel verlor alles durch diese Sucht und zog einen Teil meiner Familie mit in den Ruin. Ich bin kein Psychologe, und ich möchte hier auch keine Therapie ersetzen. Dies kann ich nicht, aber ich möchte euch Tipps geben, was ihr in solch einem Fall tun könnt, falls es euch selbst betrifft. Bei Freunden oder Verwandten ist es immer schwierig. Helfen funktioniert nur, wenn diese es auch wollen – Anregungen möchte ich euch aber dennoch mit auf dem Weg geben. Vielleicht werden diese ja doch angenommen.


Bei ersten Anzeichen – sich sperren lassen und eine Selbsthilfegruppe zum Thema besuchen

Wer es direkt am Anfang bemerkt, dass er süchtig wird, hat Glück. Weil zu dieser Zeit noch nicht alles verloren ist und die Sucht sich noch schneller in den Griff bekommen lässt. Wer bereits täglich spielt oder nur noch an das Online Casino denken kann, hat Suchtpotenzial. In dem Fall wären eine Therapie bzw. eine Selbsthilfegruppe angeraten. Auch empfehle ich in diesem Stadium, sich sperren zu lassen. Dies ist bei jedem Casino möglich. Entweder durch Selbstsperre im Profil oder über den Kundenservice.


Süchte entstehen manchmal schnell

Eine Sucht kann schneller entstehen als einem lieb ist. Hier muss gar nicht das Geld gewinnen im Vordergrund stehen. Wer sich täglich im Casino einloggt, tut es irgendwann automatisch, weil es einfach so ist. Im Gehirn legen sich spezielle Bahnen an, die das Spielen im Casino zur Gewohnheit machen. Aus Gewohnheit wird Sucht. In der heutigen Zeit muss sich niemand dafür schämen. Viele Menschen sind süchtig. Nicht nur nach Alkohol oder Zigaretten. Einige sind Facebook süchtig oder befinden sich den ganzen Tag auf Instagram.

In Zeiten wie diesen, wo viele am Smartphone hängen, welches ebenfalls eine Sucht ist, ist das Leben vieler eintönig geworden. Früher haben die Menschen doch mehrere verschiedene Dinge getan. Heute geht alles nach einem Plan. Sie kommen nach Hause, setzen sich an den Computer und loggen sich ein. Der eine auf Facebook, der andere im Online Casino. Dadurch kommt es zu einer Sucht, die nicht nur Zeit stiehlt, sondern auch Geld.


Falls die Sucht schon groß ist und bereits Geldprobleme da sind, ist sofortiges handeln nötig

Die Probleme fangen dann an, wenn das Sparkonto leer ist und wenn das Gehalt direkt ins Casino läuft. Wer seine Miete nicht mehr bezahlt und davon die Casinokonten auflädt, sollte unbedingt etwas unternehmen, und zwar heute statt morgen. 1 Schritt: Das Casinokonto sperren 2. Schritt: Eine Therapie beginnen 3. Schritt: Falls notwendig, an einen Schuldenberater wenden.

Viele Spielsüchtige verlieren alles, manche sogar ihr Haus. Soweit muss es nicht kommen. Spätestens nach der ersten fälligen Miete sollte einem klar sein, dass man süchtig ist. Wie gesagt, eine Sucht ist nicht schlimm per Se. Jeder leidet irgendwie an Süchten. Es ist wichtig, etwas dagegen zu tun, wenn es einem auffällt. Falls es einem Bekannten betrifft, kann man auch hier versuchen, mit diesem zu reden oder eine Therapiegruppe vorschlagen. Bekannte und Freunde werden nach Geld betteln. Gebt ihm auf keinen Fall das Geld, weil es dadurch noch schlimmer wird. Wenn Geld, dann überweist es direkt an den Vermieter.


Maßnahmen im Vorfeld setzen, hilft die Sucht zu besiegen – kleine Schritte sind niemals verkehrt

Eine Sucht entsteht durch die Gewohnheit, wer dem Gehirn keine Möglichkeit gibt, die Sucht entstehen zu lassen, kann im Vorfeld einiges abwenden. In fast jedem Casino ist es möglich, sich ein Limit zu setzen. Zum Beispiel 5 Euro am Tag, oder 10 Euro die Woche etc. Nach diesen 10 Euro ist Schluss. Es wird kein weiteres Geld mehr hochgeladen. Hier muss man wirklich Disziplin an den Tag legen. Wer das nicht kann, sollte sich generell vom Online Casino fernhalten, weil es im Endeffekt in die Sucht führt.

Generell sollte nur ein Teil des Einkommens ins Casino wandern. 50 Euro sind für einen Durchschnittsverdiener schon viel Geld. Wer mehr verdient, kann natürlich auch mehr investieren. Es sollte aber niemals knapp mit dem Geld werden. Nur, wer das Geld locker aufbringen kann, sollte es verspielen. Sonst entsteht ein Teufelskreis, der niemals endet. Süchte lassen sich verhindern, indem sie von Anfang an unterbunden werden.

Auf meinem Blog findet ihr noch mehr neurologische Themen und ich gebe Tipps für den Alltag:

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